Reisen zu
den Friedensparks

Bäume wachsen für den Frieden

"Dieser Ort sollte mehr werden als ein Ort des Gedenkens, und dieser Wunsch konnte erfüllt werden. Man kann wohl in diesen Bäumen ein Symbol erkennen, das darstellt, was die Arbeit des Menschen aufbauen statt zerstören kann. Dabei ist die Staatsangehörigkeit dieser Hände, die diese Arbeit ausführen , völlig egal!"
Diese Worte von Bürgermeister Jean-Pierre Onufryk aus La Cambe / Frankreich zeigen, dass unsere Friedensparkidee auch im Ausland gut ankommt.

Drei Reisen, nach Frankreich, Polen und Ungarn, hatten wir angeboten und zu einer kleinen Feier in den Friedensparks eingeladen.


5. September 2000: La Cambe, Frankreich

Zwei Reisebusse mit rund 100 Volksbundreisenden trafen im Laufe des Nachmittags und frühen Abend in La Cambe ein. Um 20 Uhr begann im Beisein von ungefähr 30 französischen Freunden eine kleine harmonische Feier.
Herr Onufryk, Bürgermeister von Lambe, begrüßte die Anwesenden und sprach ein großes Lob über die gepflegte Anlage aus.
Anschließend folgte eine Lesung "Der kleine Prinz und seine Rückkehr" eine Geschichte, die den Text des französischen Dichters und Fliegers Antoine de Saint-Exupéry mit den Worten von Eva Köberle fortsetzt. Die Kranzniederlegung und zweisprachige Totenehrung rundeten die Veranstaltung mit musikalischer Begleitung ab.
Mit dem anschließenden Ehrenwein ging ein besinnlicher Abend zu Ende.


13. September 2000: Budaörs, Ungarn

Auch in diesem Jahr strahlte die Sonne am blauen Himmel, als der Reisebus mit rund 40 Gästen aus Deutschland Budaörs erreichte. Viele gingen zuerst an das Grab ihres Angehörigen oder besuchten ihren Friedensbaum. Anschließend nahmen sie gemeinsam mit deutschen und ungarischen Soldaten, die zu dieser Zeit aufgrund eines Bundeswehreinsatzes auf der Kriegsgräberstätte arbeiteten, an einer kleinen Feier teil.
Wilfried Gruber, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Oberstleutnant Dr. István Ravasz, Leiter der ungarischen Kriegsgräberfürsorge, Bürgermeister Tamás Wittinghoff aus Budaörs und Andrea Schoppan, Mitarbeiterin der Bundesgeschäftsstelle, begrüßten die Teilnehmer herzlich. 
Schülerinnen und Schüler eines Gymnasiums aus Budaörs trugen in deutscher Sprache den Text von Eva Köberle "Der kleine Prinz und seine Rückkehr" vor. Nach der gemeinsamen Kranzniederlegung am Hochkreuz und dem Trompetensolo eines 14-jährigen Schülers "Ich hatt' einen Kameraden" pflanzte Oberstleutnant Dr. Ravasz im Namen des Heeresgeschichtlichen Institutes und Museums symbolisch einen Friedensbaum und ehrte die deutschen und ungarischen Soldaten des Bundeswehreinsatzes für ihren Einsatz und ihr Engagement.
Alle waren sich einig, dass die Kriegsgräberstätte mit dem Friedenspark eine würdige Gedenkstätte für die Toten ist und zur Mahnung zum Frieden zwischen allen Nationen aufruft.


22. August 2000: Groß Nädlitz (Nadolice Wielkie), Polen

Am Morgen war es recht trüb und regnerisch und wir dachten, dass unsere kleine Feier "ins Wasser fallen" würde. Aber als der Reisebus aus Deutschland am Friedhof ankam, hatte der Regen bereits aufgehört. Stefan Debski, Bürgermeister der Gemeinde Tschirne (Czernica), begrüßte rund 50 deutsche und polnische Gäste. Pfarrer Marian Osiecki gedachte aller Gefallenen und betete auf Deutsch das Vaterunser.
Drei Mitglieder des Angelus-Silesius-Hauses (Bildungsstätte für Jugendliche aus ganz Europa) aus Breslau führten den "Europa-Baum" von Eva Köberle auf. Mit selbstgemalten Plakaten, Pantomime und den Worten eines Sprechers brachte die Geschichte von Herrn Meier und Pan Kowalski die Zuschauer sehr zum Nachdenken, und manch einer war zu Tränen gerührt.
Bei der anschließenden Kranzniederlegung wurde die Totenehrung von Generalkonsul Dr. Ohr gehalten. Dr. Ohr lobte außerdem die Anlage mit Friedhof und Friedenspark.

Alle Teilnehmer waren sich einig:
Die Kriegsgräberstätte ist sehr beeindruckend und eine Reise wert!